Im Gegensatz zu den Nähten von thermoplastischen Dachbahnen wie TPO und PVC, die mit Heißluft verschweißt werden, werden die Nähte von Standard-EPDM-Dachbahnen mit Hilfe von Nahtfügebändern und Primern chemisch miteinander verbunden. Dieses Kaltvulkanisationsverfahren führt zu einer durchgehenden, flexiblen, elastischen, starken und dauerhaften Naht.
In der Branche herrscht jedoch die weit verbreitete Ansicht, dass die Nähte die schwächste Stelle eines EPDM-Dachsystems sind. Dieser Ruf stammt aus den ersten Jahrzehnten der EPDM-Verlegung, als die Nähte noch mit flüssigen Klebstoffen verklebt wurden. Dieser Prozess war sehr empfindlich gegenüber Umgebungsvariablen (Luftfeuchtigkeit usw.) und hing stark von den Fähigkeiten des Verarbeiters ab. Zu viel oder zu wenig Klebstoff, eine zu kurze Ablüftzeit, zu wenig oder gleichmäßiger Druck auf die Naht... all dies kann die Qualität einer Verklebung beeinträchtigen.
Diese frühen Klebstoffe unterlagen auch der Oxidation und wurden schließlich brüchig. Über einen Zyklus von 15-20 Jahren wurden diese flüssig aufgetragenen Nähte oft zur Hauptschwachstelle. So entstand die Vorstellung, dass die EPDM-Dachbahn selbst zwar mehrere Jahrzehnte halten kann, das Dachsystem aber nur so gut ist wie der Klebstoff, der es zusammenhält.
Einer der bedeutendsten Fortschritte in der Geschichte der EPDM-Dachabdichtungen war die weit verbreitete Einführung von Nahtbändern in den 1990er Jahren, die seither der Standard sind. Diese Bänder bestehen aus einem hochentwickelten Polymer auf EPDM-Basis, das beim Andrücken in die grundierte Membran einen chemischen Vernetzungsprozess durchläuft. Durch diesen Prozess findet ein chemischer Austausch auf molekularer Ebene statt. Darüber hinaus wird die Membranoberfläche durch die Komponenten des Primers mechanisch verzahnt. Beide Mechanismen schaffen hochresistente molekulare Verbindungen, die der Naht eine unglaubliche Festigkeit für mehrere Jahrzehnte verleihen.
Neben der Herstellung einer starken Naht bietet dieses System mehrere weitere Vorteile. Zunächst einmal werden kein Strom und keine teuren Maschinen benötigt. Das Risiko für Fehler ist daher beschränkt, da die Qualität der Naht nicht auf der Leistung der Maschinen oder den Einstellungen (Temperatur, Geschwindigkeit, Druck, usw.) beruht, die an die sich wechselnden Witterungsbedingungen angepasst werden müssen.
Zudem lassen sich Verbindungen mit Nahtbändern, die vor Ort hergestell wurden, nach der Verlegung leicht einer Sichtprüfung unterziehen und bei Bedarf auch problemlos reparieren. Eine Naht, die vor mehr als 30 Jahren hergestellt wurde, kann gereinigt, grundiert und mit einer neuen Lage Abdeckband oder Klebeband verstärkt werden, wodurch die Uhr an dieser Naht zurückgesetzt wird.
Bei tatsächlichen Garantieansprüchen ist das schwächste Glied eines jeden Dachsystems (EPDM oder andere) selten die Naht. Stattdessen treten Schäden in der Regel an An- und Abschlüssen auf (beispielsweise dort, wo das Dach auf eine Wand oder ein Rohr trifft), die auf mechanischen Beschädigungen oder auf Bewegungen des Untergrunds zurückzuführen sind, die die Dehnungsgrenzen des Dachsystems überschreiten.
Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und angemessener Ausbildung kann sich ebenfalls sehr negativ auf die langfristige Leistung des Dachsystems auswirken. Für Immobilieneigentümer kann dies zu einem sprunghaften Anstieg der Wartungskosten und zum Erlöschen der Garantie führen. Letztendlich kann eine "billige" Verlegung durch eine unqualifizierte Mannschaft dazu führen, dass die Membran Jahre vor ihrer erwarteten Lebensdauer vollständig ausgetauscht werden muss.
Wir von Elevate sind der festen Überzeugung, dass die technische Kompetenz die wichtigste Komponente eines jeden Flachdachs ist. Hohe Leistung erfordert eine fachmännische Installation. Deshalb verlangen wir von unseren Vertragspartnern, dass sie spezielle Schulungsprogramme für unsere Dachsysteme absolvieren. Diese werden regelmäßig von unseren lokalen Partnern in verschiedenen Einrichtungen in den Regionen organisiert.
Wir befähigen Bauunternehmer durch eine Kombination aus fortschrittlichen Schulungskursen, die vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen reichen, und direkter Vor-Ort-Unterstützung durch unsere Techniker, die bei der Aufnahme der Arbeit helfen, technische Beratung leisten und Inspektionen durchführen. Darüber hinaus sind unsere umfassenden technischen Ressourcen für Architekten und Planer sofort verfügbar, z. B. Schritt-für-Schritt-Anleitungen, BIM-Objekte, Installationsvideos, Leitfaden zur Auswahl von Dachsystemen, detaillierte Systemzeichnungen usw. Letztendlich bieten wir mehr als nur eine Membran; wir liefern das gesamte Ökosystem an Unterstützung, das für eine einwandfreie, langlebige Installation erforderlich ist.
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